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Vorbereiten auf die letzten Herausforderungen der Cyclocross-Saison

Fiebrige Schlammschlachten, kochende Atmosphären gegen die niedrigen Temperaturen und rundum episches Riding… die Wintersaison ist eine ganz besondere und sie neigt sich dem Ende zu. Glücklicherweise haben die Helden der kalten Jahreszeit noch etwas Energie im Tank und eine Handvoll Gelegenheiten, sich in weitere harte Kämpfe zu stürzen, bevor sie ihre Cyclocross-Räder an den Nagel hängen und zu anderen Radsportdisziplinen übergehen.

Zwei Runden stehen im Telenet UCI Cyclocross World Cup 2019-2020 noch aus, während sich Nommay-Pays de Montbéliard (Frankreich) und Hoogerheide (Niederlande) darauf vorbereiten, die Cyclocross-Spezialisten zu empfangen: Männer und Frauen, Youngster und die Erfahreneren. Und nur wenige Tage, nachdem die Gesamtsieger des UCI Cyclocross World Cups gefeiert wurden, werden bei den UCI Cyclocross World Championships 2020, die Anfang Februar in Dübendorf (Schweiz) stattfinden, die Regenbogentrikots vergeben.

Die Fahrer werden sich zunächst in Frankreich versammeln, wo der Telenet UCI World Cup am 19. Januar in Nommay stattfindet. Dieser Austragungsort ist bereits zum 13. Mal Schauplatz eines Weltcup-Events: Das letzte Mal, vor zwei Jahren, holten Mathieu van der Poel (Niederlande) und Katie Compton (USA) den Sieg.

Aerts hält die Karten in der Hand

Mathieu van der Poel (Alpecin-Fenix) wird dieses Mal nicht teilnehmen, da er versucht, seinen Rennkalender mit seinen vielen Zielen über drei Disziplinen (Cyclocross, Straße und Mountainbike) unter einen Hut zu bringen. Nach seinem sechsten Sieg bei den niederländischen Meisterschaften hat er nun die UCI Weltmeisterschaften im Visier. Allerdings wird er in Hoogerheide (26. Januar) antreten, wo er bereits viermaliger Sieger des nach seinem Vater Adrie van der Poel benannten Cyclocross-Rennens ist.

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Diese vorletzte UCI Weltcup-Runde wird ein interessanter Kampf um den Sieg im Rennen der Männer Elite sein. Während Mathieu van der Poel die letzten vier Runden in der Men Elite Kategorie für sich entscheiden konnte, behauptete sich sein belgischer Nachbar Toon Aerts (Telenet Baloise Lions) immer in der Nähe der Spitze, um seinem Landsmann Eli Iserbyt (Marlux-Bingoal) die Gesamtführung abzunehmen.

Aerts ist in sieben Runden fünfmal auf das Podium geklettert. Er hat in dieser Saison noch zwei weitere Gelegenheiten, ein Weltcuprennen für sich zu entscheiden, aber er wird vor allem versuchen, seine Führung vor seinen belgischen Rivalen zu behalten. Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Bingoal) hat 45 Punkte Rückstand auf Aerts, gefolgt von seinen Teamkollegen Eli Iserbyt und Laurens Sweeck, vor Quinten Hermans (Circus Wanty Group Gobert).

Alvarado unter Druck

Noch enger geht es in der UCI World Cup Rangliste in der Women Elite Kategorie zu. Nur ein einziger Punkt trennt das niederländische Nachwuchstalent Ceylin del Carmen Alvarado (Alpecin-Fenix) und die zweitplatzierte Tschechin Katerina Nash (Clif Pro Team), so dass der Kampf in Hoogerheide bis zum Schluss spannend bleiben dürfte.

Die junge Niederländerin Annemarie Worst (777.be), die in dieser Saison bereits zwei Rennen in Bern (Schweiz) und Tábor (Tschechische Republik) gewonnen hat, hat nur 15 Punkte Rückstand. Dicht gefolgt von ihren beiden Landsfrauen Inge van der Heijden (CCC-Liv) und Lucinda Brand (Telenet Baloise Lions), die 2020 versuchen wird, ihre hervorragende Form vom Ende des Jahres 2019 (4. in Tábor, 2. in Koksijde, Siegerin in Namur und Heusden-Zolder) zu wiederholen.

Die französische Ikone und UCI Weltmeisterin 2015 Pauline Ferrand-Prévot wird fehlen. Sie wurde im Januar wegen einer Endofibrose der Beckenarterie operiert und hofft nun, im Frühjahr in den Radsport zurückzukehren.

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Eine neue Nys-Legende?

Mit erst 21 Jahren führt Ceylin del Carmen Alvarado auch die U23-Frauenwertung des Telenet UCI Cyclocross World Cups 2019-2020 vor ihrer niederländischen Landsfrau Inge van der Heijden (20) an. Die junge Britin Anna Kay (Experza Pro CX) liegt vor den letzten beiden Runden auf dem dritten Platz. “Ich habe mehr erreicht, als ich dachte”, sagte sie zu Beginn der Saison und peilt weitere Erfolge im UCI World Cup sowie einen Podiumsplatz bei den UCI Weltmeisterschaften an.

Der junge Franzose Antoine Benoist (Alpecin-Fenix), Dritter der Männer-U23-Rangliste, wird das Event in Nommay verpassen, da er sich mit seinem Teamkollegen Mathieu van der Poel in einem Trainingslager befindet. Der 20-Jährige wird in Hoogerheide wieder dabei sein und auch bei der WM einen Podiumsplatz anstreben. In der Zwischenzeit ist die Tür offen für den Schweizer Kevin Kuhn und den Niederländer Ryan Kamp, die um den Telenet UCI World Cup Gesamtsieg kämpfen.

In der Kategorie Herren Junioren hat der 17-jährige Thibau Nys, Sohn des legendären Sven Nys, die ersten fünf Runden des Telenet UCI World Cups 2019-2020 gewonnen. Kann der junge Belgier, der auch die Cyclocross Junioren-Europameisterschaft 2020 gewonnen hat, dem Grand Slam von Mathieu van der Poel aus dem Jahr 2013 nacheifern? Das ist einer der vielen Einsätze, die in diesem letzten Abschnitt der Saison auf dem Spiel stehen.

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