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UCI Cyclocross Weltmeisterschaften 2020: Regenbogentrikots werden in Dübendorf vergeben

Der große Showdown des Winters steht vor der Tür. Dübendorf brummt bereits, denn die Schweizer Stadt bereitet sich darauf vor, am 1. und 2. Februar rund 270 Fahrer und etwa 20.000 Fans aus der ganzen Welt zur UCI Cyclocross Weltmeisterschaft 2020 zu empfangen. In der beispiellosen Kulisse eines Flugplatzes wird eine sehr aufgeheizte Atmosphäre jeden warm halten, während die Fahrer sich ein paar nasse Rennen durch den Schlamm gönnen, während dunkle Wolken am Schweizer Himmel aufziehen.

Nach der Einführung der Women Under 23-Kategorie an den Worlds 2016 wird in Dübendorf erstmals ein Regenbogentrikot an die beste Juniorin vergeben, da die Kategorie neu ins Wettkampfprogramm aufgenommen wird.

Women Junior: erste Lorbeeren zu holen

Die Fahrerinnen der neuen Kategorie Women Junior werden am Samstagmorgen den ersten Schuss auf das Regenbogentrikot erhalten. Juniorinnen-Events sind in vielen Ländern auf dem Vormarsch und in Dübendorf wird eine starke internationale Beteiligung erwartet, denn es sind 46 Fahrerinnen gemeldet.

Die Niederländerin Shirin Van Anrooij, Bronzemedaillengewinnerin bei den Cyclocross-Europameisterschaften 2019 bei den Juniorinnen und ebenfalls eine ausgewiesene Straßenradsportlerin (Europameisterin 2019 im Juniorenzeitfahren und Silbermedaillengewinnerin in der Spezialität bei den UCI-Straßenweltmeisterschaften 2019 in Yorkshire), hat in dieser Saison beeindruckt und wird zu den großen Favoriten gehören. Währenddessen werden die Schweizer Fahrerinnen versuchen, ihr Heim-Event mit einer vierköpfigen Auswahl, angeführt von der nationalen Juniorenmeisterin Nicole Göldi, bestmöglich zu eröffnen, und Fahrerinnen wie die panamerikanische Juniorenmeisterin Madigan Munro (USA) haben den ganzen Winter über bewiesen, dass sie mehr als fähig sind, ihr Talent auf europäischem Boden zum Ausdruck zu bringen.

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Das Rennen der Juniorinnen wird auch die erste Gelegenheit sein, nach den offiziellen Trainingseinheiten Rennaction auf der neu gestalteten Strecke zu erleben.

Männer U23: Schweizer Träume

Die Chancen auf einen einheimischen Triumph dürften im Rennen der Herren U23 am höchsten sein. Kevin Kuhn konnte in dieser Saison bereits einen Erfolg auf heimischem Boden verbuchen, als er die erste Runde des Telenet UCI Cyclocross World Cups 2019-2020 in Bern in seiner Kategorie gewann. Danach dominierte er die Gesamtwertung mit zwei weiteren Siegen und beeindruckender Beständigkeit auf höchstem Niveau.

Sein stärkster Herausforderer könnte durchaus der Niederländer Ryan Kamp sein, nach seinem beeindruckenden Lauf zum Ende der Saison, einschließlich des Sieges auf heimischem Boden am vergangenen Wochenende in Hoogerheide. Aber mit Leuten wie Antoine Benoist (Frankreich), Niels Vandeputte (Belgien), Thomas Mein (Großbritannien) und Jakob Dorigoni (Italien) zeigt diese Kategorie eine breite Palette von Talenten aus vielen Ländern.

Frauen Elite: nicht unbedingt eine niederländische Angelegenheit

Ein niederländisches Feuerwerk wird am Samstagnachmittag auf dem Flugplatz Dübendorf stark erwartet. Fahrerinnen aus den Niederlanden haben die Saison dominiert, darunter sieben Siege aus neun UCI World Cup Events, die sich Annemarie Worst, Lucinda Brand (mit je drei Siegen) und Ceylin del Carmen Alvarado im belgischen Koksijde teilen.

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“Zeit, sich auf die Weltmeisterschaft zu konzentrieren”, erklärte Alvarado Anfang der Woche auf Social Media, als sie ihren Vertrag mit Alpecin-Fenix verlängerte.

Das Problem ist, dass Dominanz während der Saison nicht immer in einen Sieg bei den Weltmeisterschaften übergeht. Die Belgierin Sanne Cant war letztes Jahr Zweite in der UCI Weltcup-Gesamtwertung, aber sie holte sich trotzdem ihr drittes Regenbogentrikot in Folge und wird ein viertes anstreben, während sie Marianne Vos’ Rekord von sechs Siegen in Folge (2009-2014) jagt.

Männer Junioren: Großbritanniens Stolz

Die Action wird am Sonntagmorgen mit einem Event fortgesetzt, das immer wieder ganz besondere Talente in den Vordergrund gebracht hat. 2018 löste Ben Tulett seinen britischen Landsmann Tom Pidcock ab und wurde durch die Wiederholung des Sieges 2019 zum zweiten Fahrer, der nach Mathieu van der Poel in den Jahren 2012 und 2013 zweimal in Folge den UCI-Weltmeistertitel bei den Herren Junioren gewinnen konnte. Tulett hat sich nun auch auf der U23-Ebene einen Namen gemacht und ein neuer Champion wird in der Schweiz aufsteigen.

Thibau Nys ist der heiße Favorit nach seiner dominanten Vorstellung den ganzen Winter über. Nur ein Sturz in Hoogerheide beeinträchtigte seine 100%ige Siegbilanz im UCI Weltcup. Sein junger Schweizer Konkurrent Dario Lillo holte sich in der letzten Runde den Sieg; ein gutes Zeichen vor den Weltmeisterschaften?

Frauen U23: schwer zu prognostizieren

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Mit Alvarado, die mit 21 Jahren in die Elite aufgestiegen ist, und mit verlockenden Rennen über den ganzen Winter hinweg, ist die Frauen U23 eines der offensten und interessantesten Rennen in Dübendorf. Die Britin Anna Kay hatte einen starken Start in die Saison und will sich in der Schweiz revanchieren: Sie wurde Dritte in der Berner Runde des Telenet UCI World Cups.

Es wird nicht leicht für sie und den Rest des Feldes sein, der neuen Welle von Oranje-Talenten zu widerstehen. Die 20-jährige Inge van der Heijden wird ihren Weltmeistertitel verteidigen, den sie im letzten Jahr vor Alvarado gewann. Unterstützt wird sie von Manon Bakker und Aniek van Alphen in einer starken niederländischen Auswahl.

Männer Elite: wer kann Mathieu Van der Poel stoppen?

Das Hauptereignis des Sonntags ist das Rennen der Männer Elite um 14.30 Uhr MEZ, wo der mehrfache UCI-Weltmeister Mathieu Van der Poel (Niederlande) und Wout van Aert (Belgien) ihr spannendes Duell an der Spitze des Cyclocross wieder aufnehmen werden. Der niederländische Star hat bewiesen, dass er in Topform ist, da er seinen Zeitplan zwischen seinen Ambitionen in verschiedenen Disziplinen ausbalanciert – dennoch hat er es geschafft, die fünf Telenet UCI Weltcup-Rennen 2019-2020, an denen er teilgenommen hat, zu gewinnen. Nach seinen Siegen 2015 und 2019 ist er ein sehr heißer Favorit für einen dritten Elite-Weltmeistertitel.

Van Aert ist bereit, den belgischen Angriff anzuführen, nachdem er seine Genesung abgeschlossen hat. Seine Landsleute Toon Aerts, Eli Iserbyt, Quinten Hermans, Tim Merlier, Laurens Sweeck und Michael Vanthourenhout haben alle in diesem Winter starke Anzeichen von Form gezeigt. Aber sie sind sich bewusst, dass Van der Poel sich nicht mit Silber zufrieden geben wird.

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