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Cyclocross Weltmeisterschaften: Wiederholungen für Tulett und Cant, ein erster U-23 Titel für Pidcock

Das kalte Wetter in der dänischen Küstenstadt Bogense hielt die großen Menschenmengen nicht davon ab, die 2,6 km lange Strecke für die ersten drei Rennen der UCI Cyclocross Weltmeisterschaften 2019 zu säumen.

Fahrer aus 23 Nationen nahmen am Eröffnungstag der Meisterschaften teil, wobei die Sieger aller drei Rennen Solosiege einfuhren. Ben Tulett (Großbritannien) und Sanne Cant (Belgien) verlängerten ihre Weltmeistertitel in den Kategorien Männer Junior und Frauen Elite, während Thomas Pidcock (Großbritannien) seinen ersten Weltmeistertitel in der Kategorie Männer U23 holte.

Männer Junioren: Tulett von Beginn an stark

Das Rennen der Men Junior Kategorie eröffnete das Geschehen in Bogense am Samstagmorgen. Tulett markierte sofort die ersten Tempoverschärfungen im 71 Fahrer umfassenden Starterfeld und konterte die Vorstöße von Luke Verburg (Niederlande), Pim Ronhaar (Niederlande) und später auch Gonzalo Inguanzo Macho (Spanien). Verburg stürzte in einer der ersten kurvigen Sektionen in der ersten Runde und hielt Tom Lindner (Deutschland) und UCI Weltcup Sieger Witse Meeussen auf. Letzterer erholte sich schnell und befand sich am Ende der ersten Runde in der zehnköpfigen Spitzengruppe. In der zweiten Runde stürmte der belgische Meister Ryan Cortjens nach vorne und nur Meeussen, Ronhaar und Tulett konnten sein Rad halten. Nach der Hälfte des Rennens nutzte Tulett seinen Moment und setzte sich an die Spitze. Ronhaar setzte sich schnell ab und am Off-Camber-Anstieg rutschten auch Cortjens und Meeussen zurück. Tulett gab weiter Gas und distanzierte das belgische Duo in den Schlussrunden. Meeussen gewann den Kampf um Platz zwei vor Cortjens. Thibau Nys (Belgien) erholte sich von einem frühen Reifenschaden, verpasste aber knapp die Podiumsplätze.

Männer U23: Demonstration von Pidcock

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Titelverteidiger Eli Iserbyt (Belgien) und Telenet UCI Cyclocross World Cup-Sieger Thomas Pidcock waren die Top-Favoriten im Rennen der Männer U23-Kategorie. Iserbyt, der zweifache UCI Weltmeister (Heusden-Zolder 2016 und Valkenburg 2018), machte früh das Tempo, konnte aber nicht viel Schaden anrichten. Pidcock fuhr in der Nähe der Spitze, kämpfte aber mit seiner Schaltung und wechselte zu Beginn der dritten Runde das Rad, was Iserbyt dazu verleitete, noch einmal zu beschleunigen. Iserbyt erreichte die vierte Runde mit einem Bonus von sechs Sekunden auf die erste Verfolgergruppe. Ein rekordverdächtiger dritter Weltmeistertitel in dieser Kategorie schien plötzlich sehr gut möglich. Iserbyts Träume wurden zerschmettert, als Pidcock seine Kraft entfesselte. Auf dem langen Seitenwindabschnitt entlang der Strandpromenade blies er alle von seinem Rad weg und schoss an Iserbyt vorbei. Pidcock baute schnell einen Vorsprung von zwanzig Sekunden auf, den er im letzten Teil des Rennens unter Kontrolle hielt und zu seinem ersten Weltmeistertitel in dieser Kategorie fuhr. In der Telenet UCI Cyclocross World Cup-Wertung belegte Iserbyt den zweiten Platz vor Antoine Benoist (Frankreich).

Frauen Elite: Cant setzt sich gegen die Niederländer durch

Eine halbe Stunde vor dem Start des Rennens in der Women Elite Kategorie, um 15 Uhr, begann es in Bogense zu regnen. Die niederländischen Fahrerinnen dominierten die erste Hälfte des Rennens bei rutschigeren Bedingungen als in den beiden vorangegangenen Rennen. Die siebenfache UCI Weltmeisterin Marianne Vos (Niederlande) erwischte den besten Start, auch ihre niederländische Landsfrau Denise Betsema kam gut weg. Letztere konnte sogar einen Vorsprung herausfahren, den aber eine weitere niederländische Teamkollegin, Europameisterin Annemarie Worst, am Ende der ersten Runde wieder aufholte. Worst, Betsema und Vos ergriffen weiterhin die Initiative, doch Titelverteidigerin UCI-Weltmeisterin Cant und die überraschend starke Mountainbike-Spezialistin Jolanda Neff (Schweiz) hielten ihre Räder in Schach. Auch die niederländische Meisterin Lucinda Brand befand sich in der Spitzengruppe, obwohl sie sich mehrmals zurückkämpfen musste, nachdem sie auf der Strecke weggerutscht war. Nach der Hälfte des Rennens übernahm Cant zum ersten Mal die Initiative und kostete Neff ihren Platz an der Spitze. Die Schweizerin verlor den Schwung in einer der vielen rutschigen Kurven. Da die Zeit ablief, hatte Cant das Rennen klar unter Kontrolle und die niederländischen Fahrerinnen konnten keinen Plan entwickeln. Auf halber Strecke der vorletzten Runde absolvierte Cant eine glatte Passage auf einem Abschnitt mit Kraftanstiegen und fand sich plötzlich mit einem Vorsprung vor Betsema, Vos, Worst und Brand wieder. Cant setzte ihre Bemühungen fort und die niederländischen Fahrerinnen schafften es nicht, sie wieder einzuholen. Betsema und Worst setzten sich ab, während Brand in der letzten Runde Vos von ihrem Rad blies. Die kleinen Abstände blieben bis zur Ziellinie gleich und Cant gewann vor Brand und Vos.

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